Fakes

Griechischer Linseneintopf mit Lorbeer, Olivenöl und Rotweinessig

Der griechische Linseneintopf, der ohne Einweichen auskommt: in einer Stunde fertig. Der Schuss Rotweinessig am Schluss macht aus einer soliden Suppe eine gute.

Portionen
4
Vorbereitung
15 min
Garzeit
45 min
Aktiv am Herd
1 h

Zutaten

Für den Eintopf

  • 300 gbraune Linsen, griechische Fakes oder Berglinsen, nicht eingeweicht
  • 90 mlnatives Olivenöl extra, kräftig und grasig
  • 1Zwiebel, ca. 80 g, fein gewürfelt
  • 1Karotte, ca. 80 g, in kleine Würfel
  • 4 ZehenKnoblauch, in feinen Scheiben
  • 1 ELTomatenmark, doppelt konzentriert
  • 1.500 mlWasser, heiß
  • 2 BlattLorbeer
  • 1 TLOregano, getrocknet
  • 2 TLSalz
  • ½ TLschwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Zum Servieren

  • 2 ELRotweinessig, am Tisch, nicht im Topf
  • 2 ELnatives Olivenöl extra, zum Beträufeln

Das brauchst du

  • Großer Topf mit Deckel — Mindestens 4 l
  • Sieb — Zum Abgießen des ersten Kochwassers

Zubereitung

  1. Linsen abbrausen

    Die 300 g braune Linsen verlesen und in einem Sieb unter kaltem Wasser gründlich abspülen, bis das Wasser klar bleibt.

    Tipp: Einweichen entfällt. Braune und grüne Linsen haben eine dünne Schale und garen direkt durch – anders als Bohnen oder Kichererbsen.

  2. Erstes Wasser abgießen

    Die Linsen mit kaltem Wasser bedeckt aufsetzen, einmal aufkochen lassen und nach 5 Minuten vollständig abgießen.

    Tipp: In Griechenland gehört das fest dazu. Es nimmt der Suppe eine leicht erdig-bittere Note und macht die Linsen bekömmlicher.

  3. Gemüse anschwitzen

    Das 90 ml natives Olivenöl extra im Topf erhitzen. 1 Zwiebel und 1 Karotte darin bei mittlerer Hitze 8 Minuten anschwitzen, bis die Zwiebel glasig ist.

    Tipp: Die Ölmenge wirkt hoch. Sie ist der Grund, warum der Eintopf ohne Speck oder Brühe rund schmeckt.

  4. Tomatenmark rösten

    4 Zehen Knoblauch und 1 EL Tomatenmark zugeben und unter Rühren 1 Minute mitrösten, bis das Mark dunkler wird und süßlich duftet.

    Tipp: Nicht länger. Knoblauch wird schnell bitter, und die Bitterkeit bleibt bis zum Schluss im Topf.

  5. Aufgießen

    Die abgegossenen Linsen, 1.500 ml Wasser, 2 Blatt Lorbeer und 1 TL Oregano, getrocknet zugeben und einmal aufkochen lassen. Noch nicht salzen.

    Tipp: Salz festigt die Schale und verlängert die Garzeit. Es kommt erst dazu, wenn die Linsen weich sind.

  6. Köcheln lassen

    Zugedeckt bei schwacher Hitze 35 Minuten köcheln, bis die Linsen weich sind, aber noch ihre Form halten.

    Tipp: Zwischendurch prüfen. Fünf Minuten zu lang, und aus dem Eintopf wird Püree – der Übergang ist bei Linsen kurz.

  7. Würzen

    Lorbeerblätter entfernen und mit 2 TL Salz und ½ TL schwarzer Pfeffer abschmecken. Die Konsistenz mit heißem Wasser einstellen: sämig, aber löffelbar.

    Tipp: Der Eintopf zieht beim Stehen deutlich nach und wird fester. Lieber etwas dünner lassen als zu dick.

  8. Am Tisch abschmecken

    In tiefe Teller füllen und mit 2 EL natives Olivenöl extra beträufeln. Den 2 EL Rotweinessig dazustellen, damit jeder selbst dosiert.

    Tipp: Der Essig wird nicht mitgekocht. Er soll frisch und scharf im Teller ankommen – gekocht verliert er genau das.

Nährwerte je Portion

Brennwert
2067 kJ / 496 kcal
Fett
26.9 g
davon gesättigte Fettsäuren
3.3 g
Kohlenhydrate
36.9 g
davon Zucker
4 g
Ballaststoffe
15.5 g
Eiweiß
18.3 g
Salz
2.49 g

Näherungswerte auf Basis von Max Rubner-Institut (2025): Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0 – Deutsche Nährstoffdatenbank. Karlsruhe. DOI: 10.25826/Data20251217-134202-0. Angaben ohne Gewähr, keine ernährungsmedizinische Beratung.

Aufbewahren

Vorbereiten
Am Vortag kochen und über Nacht durchziehen lassen – der Eintopf gewinnt dabei spürbar.
Im Kühlschrank
4 Tage, luftdicht verschlossen. Wird deutlich fester und braucht beim Aufwärmen Wasser.
Einfrieren
Bis zu 3 Monate, portionsweise. Vollständig auskühlen lassen und ohne Essig und Öl einfrieren.
Aufwärmen
Bei schwacher Hitze mit einem Schuss Wasser. Olivenöl und Essig kommen erst danach in den Teller.